KG Rot-Weiß "Die Stecher" e.V. Rülzheim

Verschiedene Rückblicke auf die Vereinsgeschichte


  • Die Entwicklung des Vereins

    Die Gründungsgeschichte ist in einem Protokoll vom 30.03.1956 festgehalten. Diese aufgrund von Versäumnissen nachträglich vom 1. Vorsitzenden Hans Kaufmann und dem Schriftführer Willi Kuhn verfasste Chronik billigte der Ausschuss einstimmig, was das Protokoll vom 19.04.1956 dokumentiert.

    Nachfolgend ein Auszug aus der Niederschrift vom

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  • Tanzgarde von 1965

    Tanzen bei der KGR

    Schon bei dem 1. Hofball konnten die Rülzheimer Fastnachter mit einer Prinzengarde aus 11 Mädchen aufwarten. Wegen der noch leeren Vereinskasse streckten die Elferratsmitglieder das Geld für die ersten, von der Rülzheimer Firma Gütermann und Haug angefertigten Kostüme vor. Die nach der Meinung der Vorstandschaft erforderliche Vervollständigung

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  • Ehemlaige Vereinsheim Narrenburg

    Die Vereinsheime

    Bei jedem Verein sammeln sich mit der Zeit mehr oder weniger Vereins-Requisiten an. Nicht anders ging es der KGR, sodass 1961 die Generalversammlung Eduard Gast zum Requisitenverwalter wählte. Mangels Platz beschloss die Vorstandschaft, die Kostüme bei Robert Seither zu lagern. Bei der folgenden Wahl übernahm Robert Jantzer den Posten und

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    Unser Archiv enthält über 1500 Berichte und 15500 Fotos zur Vereinsgeschichte. Sowie auch einige Audio und Video Beiträge.


    Archiv 1955 bis 1959

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    Archiv 1960 bis 1969

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    Archiv 1970 bis 1979

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    Archiv 1980 bis 1989

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    Archiv 1990 bis 1999

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    Archiv 2000 bis 2009

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    Archiv 2010 bis 2019

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    Archiv 2020 bis ...

    Archiv 2020 bis ...

    Schon lange vor dem Ersten Weltkrieg war der Drang zum närrischen Treiben in Rülzheim vorhanden. Diese dörfliche Narretei beschränkte sich damals auf den Fastnachts-Dienstag und wurde durch den Ausbruch des Krieges schlagartig beendet. Doch gab es immer wieder Männer und Frauen, die trotz Kriegswirren und Elend, ihren Humor nicht verloren und Anfang der zwanziger Jahre begannen, dieses Brauchtum wieder aufleben zu lassen. Leider wurde zu Beginn des Tausendjährigen Reiches diese brauchtümliche Narretei verboten, doch der Gedanke daran schlummerte in den Herzen der Menschen bis nach dem Kriege weiter.

    Im Jahre 1955 startete dann der Radsport-Verein die erste wirkliche Prunksitzung in Rülzheim. Aber schon im Laufe dieses Jahres zeigte es sich, dass der Karneval, als Untergruppe eines völlig andersartig ausgerichteten Vereins sich nicht recht entfalten konnte. Bald schon hatte der Gedanke der Gründung eines eigenständigen Karnevalvereins festen Fuß gefasst.

    Aus bescheidenen Anfängen entwickelte sich in relativ kurzer Zeit ein reges Vereinsleben. Es wurde Prunksitzungen und ein Hofball durchgeführt. Doch deckten die Einnahmen aus diversen Veranstaltungen kaum die Ausgaben und man war dankbar für jede Spende aus den Taschen wohl gesonnener Rülzheimer. Dies änderte sich erst nach dem Sommernachtsfest im Jahre 1961, das bedingt durch gutes Wetter und noch besserer Unterhaltung, für einen Umsatz sorgte der einen beträchtlichen Reingewinn in der Vereinskasse klingeln ließ. Vorbei war die Zeit der "Nagelschachtel', in der gebrauchte Nägel aufbewahrt und bei Bedarf wieder gerade geklopft wurden. In jene Zeit fiel auch der Entwurf eines Werbeplakates noch bis heute von der KGR verwendet wird. Die Faschingsumzüge in diesen ersten Jahren der KGR Gründung waren in der weiteren Umgebung von Rülzheim und bei den Rülzheimer selbst als Großereignis beliebt und bekannt. Die Bereitschaft anderer Gruppen und Vereine, hier mit zu wirken war beachtlich.

    Obwohl die in den ersten Jahren, aufgestellte Prinzengarde von unserem Publikum sehr gut angenommen wurde und die Begeisterung dafür, bei den Mädchen selbst und bei der Vereinsleitung, sehr groß war, gab es doch schon bald enorme Schwierigkeiten die Zahl der Gardistinnen beizubehalten. Dieser Trend setzte sich bis Ende der sechziger Jahre fort, bis damals eine neue Kindergarde gegründet wurde. Mit einem Schlag waren die Gardesorgen der Verantwortlichen weggeblasen und vierzehn kleine Mädchen wurden mit großer Begeisterung bei den Prunksitzungen empfangen.

    Ein Paukenschlag besonderer Lautstärke wurde der Wechsel aus den Räumen des 'Hotel Viktoria' in die, neu erbaute, Schulturnhalle. Der Beschluss des Gemeinderates vom Dezember 1966 lautete wie folgt: Die Benutzung der neuen Schulturnhalle durch die Karnevalsgesellschaft Rülzheim, zwecks Abhaltung einer Prunksitzung wird erlaubt. Jedoch darf bei dieser Veranstaltung nicht geraucht werden und Getränke, jeder Art, dürfen nicht zum Ausschank kommen.

    Man stelle sich dies einmal vor! Eine närrische Veranstaltung in der Pfalz, ohne Pfälzer Wein und ohne Pfälzer Tabaksqualm! Völlig undenkbar werden viele sagen. Doch weit gefehlt. Die Abstimmung in jener Ausschusssitzung votierte einstimmig zur Benutzung der neuen Halle, wohl in der Voraussicht, dass dieses Verbot nicht lange aufrecht zu erhalten war. In der neuen Halle standen plötzlich 460 Sitzplätze zur Verfügung und die Zahl der Aktiven schnellte von 60 Personen auf über 100. Das Zusammenwirken der Gesangsgruppen, Garden und Büttenredner die jeweils aus den eigenen Reihen kommen, ergibt am Ende ein Programm das unseren Gästen gefällt, was die jährliche Steigerungsrate bei Kartenverkauf zeigt. Waren es in den Jahren der Vereinsgründung maximal 300 Besucher die Narretei auf der Bühne erleben wollten, so kann man heute die siebenfache Anzahl in unseren Prunksitzungen begrüßen.

    Eine umwälzende Neuerung im Veranstaltungskalender der KGR brachte 1975 der Neubau des Rülzheimer Freizeitforums, eine in ihrer Art wohl einmalige Halle, die schon bald liebevoll den Namen Rülzheimer "Dampfnudel" erhielt.

    Das Jahr 1977 ist in die Niederschrift als Jubiläumsjahr eingegangen. Herausragendes Ereignis jener Tage war die neue Namensgebung für unsere Gesellschaft. Dem doch wohl nichts sagenden, Namen 'ROT-WEISS' wurde mit dem Zusatz "Die Stecher", ein Spitznamen hinzu gefügt, unter dem die Rülzheimer in der Vorderpfalz schon seit eh und jeh bekannt und in früheren Zeiten wohl auch berüchtigt waren. Nach Aussagen unserer älteren Mitbürger ist dieser Name auf die, damals in Rülzheim stark vertretene Zunft der Zigarrenmacher zurück zu führen, die auch nach Feierabend ihr kleines Zigarrenmesser bei sich trugen und es bei eventuellen Meinungsverschiedenheiten mit Auswärtigen, als stichhaltiges Argument benutzen. Karnevalsgesellschaft ROT-WEISS - 'Die Stecher' so lautete nun der vollständige Name unserer Vereinigung, unter dem in den folgenden Jahren Rülzheim auch in karnevalistischen Kreisen zu einem Begriff wurde, was auch die Durchführung der Vorderpfälzer Fasenacht in den Jahren 1980 und 1992 bewies.

    Ein weiteres Highlight in der Vereinsgeschichte war sicherlich auch die 3x11 Jahre Jubiläumsfeier im Jahre 1988, die mit einem großen Festwochenende, mit Festumzug, sowie zahlreichen tänzerischen und musikalischen Leckerbissen gefeiert wurde.

    Seit Mitte der achtziger Jahre sorgten auch die Tanzgarden und Tanzmariechen unserer Gesellschaft für Furore, was in mehren Deutschen Meistertiteln in den Jahren 1990-1993 gipfelte, sowie in zahlreichen weiteren Titeln bei Pfalz- und Europameisterschaften. Seit Beginn der intensiven Jugendarbeit im Tanzsportbereich nahm die Anzahl der Jugendlichen in unserer Gesellschaft stetig zu, so dass wir heute zwei Tanzmariechen ein Tanzpaar und vier Tanzgarden in unseren Reihen haben. Doch auch in anderen Bereichen ist es der KGR ein großes Anliegen jugendliche Talente zu fördern und in das Programm mit einzubeziehen.

    Auch in den nächsten Jahren wollen wieder alle Aktiven ihr Schäflein zum Gelingen unserer Sitzung beitragen, um das Brauchtum Fastnacht in heimatverbundener Überlieferung zu bewahren und somit dafür Sorge zu tragen, dass die erfolgreiche Entwicklung der Karnevalsgesellschaft Rülzheim, die 1996 weit über 500 Mitglied zählte, nicht unterbrochen wird.

    Stand der Chronik zum 40 jährigen Bestehen der Gesellschaft im Jahre 1995
    Vereinsheim "Narrenburg"

    Die Karnevalisten hatten seit 1988 die ehemalige Diskothek "Ranch" als Vereinsheim. Das Vereinsheim wurde probt in "Narrenburg ungetauft. Da im Laufe der Jahre wurde die Narrenburg zu eng. So suchten die Karnevalisten schon lange eine weitere Gelegenheit zur Unterbringung des zahlreichen Inventars. Im Jahre 2006 wurde deshalb gerne die Möglichkeit wahr genommen in Verbindung mit der Ortsgemeinde einen Anbau an die Dampfnudel zu errichten. Der Erdgeschoss gehrt nun den Karnevalisten und bietet Platz zur Unterbringung der Kostme, Dekoration, sowie auch einen Clubraum.

    Im Jahre 2015 wurde die Narrenburg aufgeben und das Stockwerk an die Ortsgemeinde zurückgeben.


    Berichte zum ehemaligen Vereinsheim:

    Auszüge aus der Festschrift zum 3x11 jährigen Bestehen der Karnevalsgesellschaft Rülzheim

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