Beitragsseiten

 

Einen ganz entscheidenden Teil einer Prunksitzung kommt den Schautänzen zu. Seit einigen Jahren hat den Job der Trainerin Andrea Eckel übernommen. Die junge Frau entstammt dem eigenen Nachwuchs der Stecher und so ist sie seit Kindesbeinen mit den Belangen der KGR vertraut. Andrea verfügt über eine unwahrscheinlich große Fantasie und den emsigen Willen zu einem Thema auch die richtige Musik und die analoge Schrittfolge zu kreieren. Die Choreographie macht eben einen Tanz auch anspruchsvoll genau so wie die Tanzfiguren. Damit alles eine Einheit wird, sind zur Musik und dem Tanz natürlich die Kostüme von entscheidender Bedeutung. Der Fantasie von Andrea und ihrer kongenialen Partnerin, Frieda Fischer, ist kein Motto zu schwierig, aks dass da nicht doch eine zündende Idee käme. Bei den Stecherle haben sie sich das Thema gewählt, der kleine Muck sucht eine Oase. Die Kinder, die alle um 10 Jahre alt sind, tanzen begeistert mit. Denn eine weitere Schwierigkeit ist es die Begeisterung für den Tanz auszustrahlen. Das bedeutet, dass den Kids die Musik auch gefallen muss. Heuer war dies bei den 25 Stecherle in jedem Fall so. Der Tanz wirkte auch auf das Publikum, in allen Sitzungen ganz toll.

Eine weitere Tanzeinheit sind die Junioren der Stecher. In dieser Altersgruppe, von 12 bis 16 Jahren, tummeln sich etwas 32 Mädchen. Sehnsüchtig wartet man auf mutige Jungs, aber leider bislang vergebens. Für diesen Tanz stand das Musical "König der Löwen" Pate. Was in Hamburg mit viel Erfolg gezeigt wird, bauten Andrea und Frieda in einen 7 Minuten dauernden Tanz. Die Geschichte des jungen Löwen Simba ist recht einfach zu erzählen und er gipfelt in der Erkenntnis: Das Leben ist ein ewiger Kreis. Eine Geschichte die durch die Musik von Elton John sehr emotionalisiert ist. So bleibt ein gewisses "Gänsehaut-Feeling" nie aus. Es wirkt wie ein Tsunamie der Gefühle, wenn die 32 Mädchen gekonnt auf die Zuschauer zu tanzen. Ganz großer Applaus und in jeder Sitzung eine Zugabe, waren der Erfolg, den die begeisterungsfähige Gruppe als Lohn erhielt.

Eckel, Klappe drei, erlebten wir mit dem Frauenballett. An der Oper Aida, haben sich die Damen orientiert. Daraus wurde erst einmal ein historischer Sklavenmarkt. Mit den Kostümen und der Show aus dem arabischen konnten die Damen sehr gut überzeugen. Andrea wird bei den Damen assistiert von den Betreuerinnen Elke Koch und Dr. Gitta Hartenstein. Die erfolgsverwöhnten Damen können natürlich auf das Ideenreichtum von Andrea bauen. Zumal Andrea hier selbst mittanzt, ist sie daran besonders interessiert einen tollen Tanz zu präsentieren, was zweifelsohne gelang. Fast in jeder Sitzung war eine Zugabe Pflichtsache.

Das Männerballett war, wie in fast jedem Jahr, ein gesetztes Highlight. Die Männer um Trainer Simon Leingang, strahlen immer totale Authenzität aus. Sie tanzten einen Buschmänner Tanz. Dies wurde zu Melodien gemacht, die die Zuschauer einfach mitmachen ließen. Das war Fasenacht in Urform. Sicherlich wurde auch heftig diskutiert, dass Fasenacht in keinem Fall diskrimierent sein darf. Es war in der historischen Vergangenheit sicher nicht immer der richtige Weg gewählt. Was die Männer mit ihrem Ballett zeigten war aber einfach nur schön und bestimmt auch nicht ohne Sex appeal. Klasse Darbietung, Tusch, Applaus und Zugabe!!