Erstmals gestalteten die Vereine Tanz Sport Club Royal Rülzheim mit der Karnevalsgesellschaft Rot-Weiß „Die Stecher“ gemeinsam eine Vorderpfälzer Prunksitzung. Erst gab es einen gelungenen Empfang beim TSC, in dessen Vereinsheim. Viele närrische Prominente aber auch politische Vertreter gaben sich ein buntes Stelldichein. Die beiden Vorsitzenden, Norbert Weber und Edi Harder, stellten ihre Vereine vor und hoben auch gleichzeitig darauf ab, dass diese Veranstaltung eine „Good will“ Aktion sei, die beiden Vereinen ermöglichen soll sich besser zu verstehen. „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg“, zitierte der eine. „Die Vereine, die sich nicht immer nur lieben, können gemeinsam“, meinte der andere. Reiner Hör, neuer Bürgermeister in Rülzheim, sorgte durch seine Mitorganisation für einen ausgleichenden Pol, da ja auch der Verband der Vereinigung der Karnevalsvereine mitwirkte. Nachdem der karnevalistische Oberguru, Hans Müller, seine eigens für diese Veranstaltung kreierten Orden verteilt hatte, begab man sich in die Dampfnudel, wo ein fünf stündiges närrische Feuerwerk abgezündet wurde.

Aus Rülzheimer Sicht waren natürlich die Auftritte der Einheimischen besonders interessant. Am Anfang kamen die „Pälzer Gugge Glucke“ eine recht neue Formation, die Guggemusik zu Besten geben. Eine mehr als imposante Erscheinung, wenn 40 Musikerinnen auf der Bühne lautstark zum Mitmachen animieren.

Jochen GeeckDann war es die Krönchengarde des TSC, die mit ihrem Gardetanz überzeugten. Die Trainerinnen Vanessa Deutsch und Karin Franck-Löhle hatten ihre Mädels richtig vorbereitet und der Auftritt belegte, warum diese Formation schon acht mal Pfalzmeister war. Exakte Darbietung und der Tanz hatte Pfiff, wie Sitzungspräsident Edi Harder bestätigte.

Von KGR Seite waren es die Junioren, die mit einem Schautanz zum Thema Hollywood, nämlich Oscar gekrönte Filme, ihre Visitenkarte abgaben. Andrea Moock-Eckel hatte „alles im Griff“ und erntete Lob und Beifall für die Darbietung der 36 Mädchen.

Schließlich war es an Jochen Geeck seinen Auftritt geradezu zu zelebrieren. Seine Reise nach „Malaria“ wurde von den anwesenden Gästen frenetisch gefeiert. Man kann schon sagen Jochen wurde zum Star des Mittags. Seine Komik, seine Gestik und Mimik alles passte. Als er in den musikalischen Teil überging machte alles begeistert mit. Standing Ovations und das unter lauter Karnevalsprofis, Herz was willst du mehr!

Das nächst Highlight der Rülzheimer war Günter Dudenhöffer. Ein gern gesehen Gast auf der Vorderpfälzer, der es wieder hervorragend verstand mit dem Publikum seine Wortspiele zu machen. Auch bei Günter das gleiche Bild, Standing Ovation am Schluss des Auftritts und Zugabe Rufe als Anerkennung für eine spitzenmäßige karnevalistische Unterhaltung.

Die Roten Husaren, Hausband der Stecher, sorgten einmal mehr für einen richtig gesteckten musikalischen Rahmen. Henric Franck fand mit seinen Musikerinnen jederzeit den richtigen Ton. Tusch für die Musik.

Den Schlusspunkt eines närrischen Programms setzten die Damen der Schautanzgruppe des TSC Royal. Zu Melodien von Michel Jackson ließen sie ein Ghostship ablegen. Die hübschen Geister erschreckten aber nicht, sondern zogen das Publikum zu letzten Mal in seinen Bann. Eine absolut gelungene Darbietung und Phantasie volle Show beendete einen Nachmittag, an dem natürlich noch mehr Auftritte zu sehen waren, eben aus der gesamten Vorderpfalz.