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Fast bis auf den letzten Platz gefüllt war die Dampfnudel, als die Premierensitzung von Henry dem Trommler und den Stecher-Krabben mit ihrem karnevalistischen Weckruf, „Das Trömmelche“, musikalisch eröffnet wurde. Der feierliche Einzug des gesamten Hofstaats mit Garde, Elferrat und Prinzenpaar zeigte, die Narren haben unweigerlich die Macht übernommen. Das Prinzenpaar, Claudia und Carlo Lösch, wurde vom Vorsitzenden, Edi Harder, mit seinen adeligen Namen vorgestellt, und dann war klar, die Tollitäten waren in das Kostüm von Scarlet O’Hara und Rhett Butler, aus dem Hollywood-Film, „vom Wind verweht“ gehüllt. Die Stecher-Krabben übernahmen ein zweites Mal die Bühne und mit gekonnt Melodien erzeugten sie närrische Stimmung.

Der Gardetanz der Stecherle Garde, zeigte, dass der Nachwuchs der Narren auf dem richtigen Weg ist. Schmissige Marschmelodien gekonnt umgesetzt zu einem tollen Tanz, das kann bei der KGR niemand so gut wie Trainerin aller Gardetänze, Nicole Moos. So war sie auch verantwortlich für den Gardetanz der Junioren und später auch für den der Stecher-Garde. In allen Bereichen kann man sauberes und fleißiges Training bescheinigen. Die Garden sind im Kommen. Was vom Publikum auch entsprechend mit viel Applaus bescheinigt wurde.

Moritz Pahle war als erster in der Bütt. Sein Problem mit der häuslichen Abnabelung schilderte in dem zeitgemäßen Thema „Hotel Mama“. Spitzenmäßige Versorgung zum Nulltarif ist nur da möglich, richtig erkannt. “Das beste Hotel steht dehäm, und Rabatte wie im Träm!“

Mottogerecht zogen die Kleinsten der Narren als die Stars vom „Walk of Fame“ ein. Peter Pan entführte die Sternchen nach Nimmerland. Ein lustiges Gezappel auf der Bühne, zeigte die breite Jugendarbeit der KGR.

Als politischer Redner stellte sich Thomas Ehses vor. Der verstand es gekonnt und mit viel Witz die Politik aus der Nähe und Ferne zu belichten. Als Berichterstatter mit witzigen Einlagen, konnte er die Zuhörer in seinen Bann ziehen.

Den Auftrag für gute Stimmung zu sorgen, hat bei der KGR der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr, die Roten Husaren. Die traditionsvolle Truppe um Dirigent Ex-Prinz Henrik Franck, nahm diese Aufgabe an, die sie spielend bewältigte. Hubert Kupper sorgte mit seinem gekonnten Gesang für die klangvolle Abrundung der diversen Vorträge und Musikshows. Profimäßiges Entertainment dank diesem Team. Tusch für die Musik.

Bernd Haag zeigte seine Qualität als Büttenredner, der eine Kur zur Diät absolvierten musste. Alle, die eine ähnliche Prozedur schon mal durchlebten, konnten aufmerksam Erlebtes wieder erkennen.


 

Die zweite große Trainerin bei den Narren ist Andrea Moock-Eckel. Insgesamt zeigt sie für 3 Schautänze Verantwortung. Eine Leistung, die unwahrscheinlich hohe Ansprüche an das kreativ Vermögen stellt. Als erstes waren die Stecherle mit einem Dschungeltanz dran. Viele Tiere, viele Janes und dann auch noch viele Löwen. Ein Tanz richtig auf die Wünsche der Kids abgestimmt und mit dem Motto, wie alle Tänze von Andrea, optimal in Einklang gebracht.
Das war auch für den Tanz der Junioren der Fall, wo Oscar prämierte Filme tänzerisch umgesetzt worden waren. Ein überwältigendes Schlussbild, das immerhin 36 Mädchen zeigte, die die Titanic wieder auftauchen ließen.
Schließlich zeigten die Damen als Hollywood Diven getarnt, Schauspielerinnen aus dem Genre der Stars. Die Trainerin, die sowohl bei den Damen, als auch bei der Stechergarde mittanzt, avanciert zu einem der ruhigen, aber unwahrscheinlich wichtigem Akteure der Stecher.

Mottokonform zeigten sich auch die beiden Schwestern Josephine und Ricarda aus dem närrischen Haus Harder. In ihrer Bütt zeigten sie die verzweifelten Versuche eines Jungstars, auf dem Weg zum Erfolg. Selbst Geister mussten bemüht werden, um die ehrgeizigen Ambitionen zu verwirklichen. Beim lokalen Casting der Theatergruppe aber schon hängen zu bleiben ist eine unbeschreibliche Entmutigung selbst für eine Magd.

Zum absoluten Publikumsliebling katapultierte sich das Männerballett. Mit bekannten Rock’n Roll Hymnen eroberten sich die „Rülzheimer Chippendals“ eine frenetisch gefeierte Zugabe. Die Umstellung im Training hatte sich bezahlt gemacht. Martina Kiesling und Simon Leingang gelten als die positiven Aktivisten der super guten Truppe.

Bei der Goldenen Löwen Verleihung, Anfang des Jahres, war ein Aktiver der KGR dabei, der seit 22 Jahren auf der Bühne der Stecher steht. Als ob diese wertvolle Auszeichnung beflügeln würde trat er auf. Mottogerecht als Popstar, in seiner längst bekannten stoischen Ruhe, beweglich wie ein Denkmal, zog er mehr und mehr die Zuhörer an. Szenenapplaus und Beifallskundgebungen schon während des Vortrags ließen den Popstar, zum Star des Abends werden. Mit der Maximalauszeichnung, Standing Ovations; wurde Günter Dudenhöffer gefeiert. Ein Mann, der seinem Verein der KGR, über all die Jahre die Treue hielt, hatte wieder einmal ein zeitliches Problem, er konnte nur 3 Zugaben geben. Gerne hätte das begeisterte Publikum weiter seinen musikalischen Ergüssen gelauscht, doch Siprä Edi Harder, komplimentierte den unter Zeitdruck stehen Popstar hinaus. GMG

Und noch mal stehender Applaus für den unumstrittenen Stecher-Star. Jochen Geeck zeigte seine Reisefreudigkeit, die ihn wieder einmal nach Mallorca führte. Auch Jochen in seiner unnachahmlichen, agile Art wurde zum Zuschauerliebling auf der Bühne. Als der „klääne Pälzer“ wusste er allerhand zu berichten. Mit seinem „7 Schoppe Lied“ brachte er den Saal zum brodeln und mitsingen. Auch ihm wurde einige Zugaben entlockt, die er bereitwillig und gerne zum Besten gab. Sein großes Talent, seine große Musikalität und seine tolle Umsetzung von Humor, wurde mit einer Einladung zur Vorderpfälzer Fasenacht belohnt.

Nach einem Jahr Pause waren sie wieder da, die die früher mit ihren närrischen Sketchen und ihren lustigen Umgetexteten Liedern unheimlich viele Fans unter den Narren hatten, die „Glorreichen Sieben“. Aber offensichtlich war es nicht ganz ihr Tag. Als ob „Kyrill“ jeglichen Humor weggeweht hätte, agierten die erfolgsgewöhnten Sänger mit ihrem Auftritt „Schneewittchen und die 7 Zwerge“. Gute Gags und flotte Songs fanden nicht zu den Zuhörern. Die „glorreichen 7“ gaben sich alle Mühe und zeigten mustergültiges Verhalten beim weitern Aufführen. Auch das ist Fasenacht, einmal nicht jedem zu gefallen. Schade für die sympathische Gruppe aber auch der Wunsch weiter zu machen.

Die Schautanzgruppe der Stechergarde setzte einen farbigen Schlusspunkt. Der smarte Prinz Carlo zeigte sich als Filmebetrachter, der im Programm herum zappt und dem entsprechend tanzten die Akteure. Dabei wurden vom Ausdrucktanz über Musical Dance und indischer Bollywood Faszination alles gezeigt was einen fulminanten Schlusspunkt ausmacht. Viel Lob, viel Beifall und viel an Begeisterung wurde um diese Protagonisten eines Höhepunktes des Abends deutlich.
Eine unterhaltsame und alles in allem sehr gute Premierensitzung fand sich in einem traditionellen Finale wieder. Applaus und Rakete für die Stecher!