Wie jedes Jahr hielten die Mitglieder der Karnevalsgesellschaft Rot-Weiß „Die Stecher“ Rülzheim e.V., zum Abschluss der Kampagne eine Mitgliederversammlung. Das Vereinsheim Narrenburg in der Mittleren Ortsstraße 139 diente wieder einmal als Austragungsort.
Es gab zwar in diesem Jahr keine Neuwahlen, aber es tat sich Einiges um die KGR, auf ein ereignisreiches Jahr konnte zurückgeblickt werden. Die Rechenschaftsberichte beleuchteten das vergangene Jahr und die neue Saison wurde, mit verschiedenen Veranstaltungen, vorgestellt.

Der 1. Vorsitzende Edi Harder, ging in seinem Rechenschaftsbericht wesentlich auf die Veranstaltung im Sommer, das Straßenfest, ein. Dieses Fest mit dem Aufbau des Zeltes der verschiedenen Ausschänke usw. mit der erfolgreichen Bewirtschaftung, sowie die Arbeit mit dem Umzug, beschäftigten die Narren sehr. Zwar gelang es der KGR sich gut zu repräsentieren, dennoch war der entstandene Stress etwas über das normale Maß der Dinge gegangen.
Die anderen Veranstaltungen wir Jubiläumsball oder Weihnachtsmarkt schienen sich dagegen wie „Peanuts“ zu verhalten.
Die Saison begann wieder mit einem Paukenschlag: die Faschings-Gala. Seit Jahren ein Highlight der Narren, war sie auch diesmal bis auf den letzten Platz gefüllt. Ein bunter Regenbogen an Auftrittsnummern, eine tanzbare und begeisterungsfähige Band sowie ein kulinarisches Angebot an vielen Spezialitäten rundeten die gelungene Veranstaltung ab. Dass auch noch ein tolles und sympathisches Paar mit Elke und Günter die Regentschaft übernahm, konnte als absolutes Sahnehäubchen der Veranstaltung gesehen werden.
Die Prunksitzungen erfuhren einen erfreulichen Besucheransturm. So war es möglich, dass 4 Sitzungen ausverkauft waren und sogar Wartelisten angefertigt werden mussten. Der Vorsitzende ging auf Details ein, sah aber im Erfolg der Sitzungen, die gute Aufbauarbeit der eigenen Gewächse.
Der reine Pflichtteil der Narren, die närrische Endrunde, war wieder einmal ambivalent. Da gab es fantastischen Zuspruch aber auch gleich wieder einen Flop. Während alle Veranstaltungen gut angenommen wurde, war der Samstag eher von bescheidenem Zuspruch.
Beim Heringsessen, dem traditionellen Verabschieden der Kampagne war aber diesmal nicht Schluss, denn es ging gleich weiter mit dem Bau der neuen Vereinsräume, an der Dampfnudel. Hier will die KGR, durch neue Vereinsräume, einen guten Teil der Vereinsarbeit besser kanalisieren. So werden mühevolle Transportdienste auf ein Minimum reduziert, weil Lagerräume zur Verfügung stehen. Aufbauarbeiten können ebenso besser verrichtet werden. Ebenso soll der Trainingsablauf durch den neuen Sportraum, optimiert werden. Noch viel ist zu tun und ohne die Unterstützung der Gemeinde ist dies auch nicht bewegen, aber die Narren sind optimistisch vor der neuen Kampagne dies zu bewältigen.
In seinem Vorausblick verwies Harder auf die „Vorderpfälzer Fasenachts-Sitzung“ die im nächsten Jahr in der Dampfnudel, zusammen mit dem TSC Royal Rülzheim, stattfinden soll. Dazu werden die neuen Vereinsräume dringend gebraucht.
Im Anschluss an Harder, bedankte sich Ursula Wolff, die 2. Vorsitzende, für die vielen geleisteten Stunden der Helfer und Helferinnen der Stecher. Gerade sie, die die Arbeitspläne immer aufstellt konnte abschätzen, wie viel tausend Arbeitsstunden in dem letzten Jahr geleistet werden mussten. Ihr Dank galt allen die mithalfen, besonders dem Wirtschaftsteam Yvonne Degen, Klaus Tüllmann und Helmut Wolff.

In dem Bericht des Schriftführers, Manfred Wolff, der sich eher auf Statistik beruhenden Zahlen berief, wurde einmal mehr deutlich, um welch großen Verein es sich bei der KGR handelt. Immerhin haben die Narren 741 Mitglieder, mit einem rechnerischen Durchschnittsalter von 40 Jahren. Interessant, seit 1999 sind es mehr weibliche als männliche Mitglieder.
Wolff, der auch die Webseite der Stecher pflegt, konnte berichten, dass diese in Spitzenzeiten bis zu 30 000 Zugriffe im Monat hat.

Gerhard Wüst war es vorbehalten, die finanziellen Dinge der Gesellschaft zu beleuchten. Dabei konnte er auf eine solide Finanzierung blicken, die durch den Dampfnudelanbau jetzt allerdings etwas strapaziert wird.
Für seine Dienste sowie die der weiteren Vorstandschaft wurde vom Kassenprüfer Thorsten Tüllmann grünes Licht gegeben, so dass die Entlastung einstimmig ausfiel.

In seinem Schlusswort kam Harder noch mal auf die Situation im Verein zu sprechen. So wurde die Stecherhütte veräußert, weil der Erlös für den Neubau gebraucht wird. Außerdem dankte er der ausgeschiedenen Mitgliedern Dieter Kupper, Claus Kupper und Harald Böhler für ihre Mitarbeit im Beirat und wünschte gleichzeitig den Nachrückern Sonja Stein, Helmut Degen und Martin Olfens eine gute Arbeit im Beirat.

Das Motto der neuen Kampagne ist auch gleich ein bombastisches: Hollywood. Ob es den Narren gelingen wird dafür einen Oscar einzuheimsen bleibt abzuwarten.