Das gesellschaftliche Großereignis im Rülzheimer Vereinsleben
Von Jahr zu Jahr sind es mehr Fremde, die von den Veranstaltungen der der K.G.R.  angezogen werden und besonders beim diesjährigen Krönungsball am 13. Januar war der überörtliche Akzent unverkennbar.
Die Geheimhaltung des Prinzenpaares bis zum Krönungstage war auch in diesem Jahre wieder vollkommen gelungen, so dass die prickelnde Spannung in der vollbesetzten "Dampfnudel" fast körperlich spürbar wurde. Vorsitzender Karl Heinz Pfeifer begrüßte die zahlreichen Besucher mit betont närrischer Nonchalance, nachdem zuvor die Kapelle einige Kostproben ihres Könnens gegeben hatte.

Der offizielle Teil begann mit dem Einmarsch des alten Prinzenpaares, von der kleinen Prinzengarde begleitet, die einen herrlichen Gardetanz zu Ehren des scheidenden Tollitäten aufs Parkett legte.
Inzwischen hatten auch die Gäste aus Wörth und Berg Aufstellung genommenen. Die vielen hunderte von Besuchern fieberten dem neuen Prinzenpaar entgegen Endlich war nun das lange Rätselraten beendet und der tosende Beifall bewies, dass die Besucher mit der Auswahl des Paares einverstanden waren. Die Sprösslinge der Schwaben von der rheinischen Tiefebene und der Francken von der rheinischen Hochebene haben sich zusammengefunden, um das Narrenzepter in Rülzheim zu schwingen. Privat beschrieben handelt es sich um seine Tollität Prinz Jürgen Schwab aus Leimersheim und um seine Ehefrau, Ihre Lieblichkeit Annelore geb. Franck aus Rülzheim (eine Tochter des Tanzlehrers Otto Franck). Verbandsbürgermeister Helmut Braun sprach bei der Schlüsselübergabe schöne, passende Worte der Anerkennung für dieser Auswahl, denn aus der Sicht des Bürgermeisters ist dies die ideale Paarung im Sinne der Zusammengehörigkeit innerhalb der Verbandsgemeinde.
Es war schon eine berauschend schone Gratulationscour um Blumen und Kuchen, welche die neue Prinzessin bei der Ordensverleihung über sich ergehen lassen, musste. Selbst der Ehrenpräsident der KGR der 93-jährige Clemens Truwal ließ es sich nicht nehmen, der neuer Prinzessin mit Blumen und Handkuss seine Reverenz zu erweisen.
Zu Ehren der Tollitäten zeigte die große Garde einen Tanz mit vielen akrobatischen Solo-Einlagen und erntete dafür stürmischen Beifall. Alle Tänze werden schon seit einigen Jahren von Karin Franck, einer Schwester der diesjährigen Prinzessin eingeübt.
Auch die Garde aus Wörth wusste mit einer gekonnten Einlage gut zu gefallen.
Nachdem der offizielle Teil vorüber war, ergab sich wieder einmal jene Stimmung, wie man sie eigentlich nur in der ,,Dampfnudel" erzeugen kann
Hier ergibt sich ein Milieu, wie man es anderswo einfach nicht findet, und wenn gar eine Kapelle wie die schwarzen Rhythmiker aus Kaiserslautern zum Tanze aufspielt, dann kann man verstehen, warum so viele Fremde den Weg in die „Dampfnudel" finden.