Saison 1968

Der Krönungsball findet jetzt auch in der Turnhalle statt. KGR und der Spielmannszug der FFW besuchen das große Gardetreffen in Ketch. Der Umzug steht unter dem Motto "Jedem Tierle sei Plesierle"

prinzenpaar

Stefan I. und Gilla I.

Das Ofra-Quartett war bei der Prunksitzung nicht dabei. Die Rülzheimer konnten schon vor der Veranstaltung am Schwarzen Brett der Gemeinde folgenden Hinweis des Quartetts lesen:

„Zur Aufklärung der Rülzheimer Bevölkerung weist das Ofra-Quartett darauf hin, dass bei ihm zwei anonyme Briefe mit beleidigendem und dezimierendem Inhalt eingegangen sind. Das Quartett sah sich daraufhin gezwungen, die zugesagten Auftritte bei der Karnevalsgesellschaft Rülzheim abzusagen. Es ist bedauerlich, dass solche Elemente am Werke sind, die ein schon lang geübtes und mit viel Mühe vorbereitetes Auftreten zunichte machten. Wir bitten um Verständnis unseres Verhaltens."

Anmerkung der Redaktion: Das Wort „de-zimierend" soll wohl diffamierend oder de-nunzierend lauten. Mit etwas Schadenfreude vermerkten wir, dass der Druckfehlerteufel auch bei anderen die Hand im Spiel hat. Sollte es jedoch einer der anonymen Briefschreiber sich zum Ziel gesetzt haben, das weithin bekannte Quartett zu sprengen, wäre das falsche Wort wohl am rechten Platze...

Rheinzabern schunkelte und lachte: "Rhe-Na" der Schlachtruf des Abends
Narren der Rheingemeinde huldigten ihrem Prinzenpaar - Gilla L and Stephan I. aus Rülzheim kamen zu einem kurzen Besuch - Marcel Schuschu war wieder einmal der Altmeister des Humors
Das war Stimmung von der ersten Minute bis zum Schlußbild! Rheinzaberns Karnevalisten, die sich wie in jedem Jahr klug auf vier tolle Tagen beschränkten, boten auf, was sie an när¬rischer Artillerie zur Verfügung hatten. Wenn auch nicht jeder Schuß ins Schwarze traf, so war doch schon nach wenigen Minuten die Festung der Humorlosigkeit sturmreif geschossen. Und die Eroberung wurde bis zum letzten Augenblick gehalten. An diesem Abend bei der großen Prunksitzung in der Turn- und Fest-halle kannte die Gemeinde am Rhein nur ein Herr-scherpaar: Walburga I. von Elektra und Gerhard I. von Monsta, die ihrer Stellung gemäß dekorativ über ihrem Volk thronten. Zu bedauern waren nur ihre Kollegen Gilla und Stephan aus Rülzheim, die zum ersten Male, aber nur für wenige Minuten, in die Nachbargemeinde gekommen waren. Wären sie län¬ger geblieben, es hätte sich auch für sie gelohnt.